Was biblisches Erzählen bei Kindern bewirkt, ist weitgehend unerforscht. Fraglos aber ist es von großer religionspädagogischer Relevanz zu wissen, welche biblischen Geschichten Kinder woher kennen, wie verstehen, woraufhin befragen.
Die Autoren haben hierzu 2402 Viertklässler aus Baden-Württemberg und Berlin befragt und erzählen lassen. Die in diesem Buch dokumentierten Antworten katholischer wie evangelischer Kinder belegen neben allerhand Bibelkenntnis und Bibel-Missverständnis auch selbstständige Interpretationen, Bewertungen und Umdeutungen. Sie zeigen, dass Kinder Bibelgeschichten zwar spannend oder »lustig« finden, aber durchaus auch ein Gespür für den ernsthaften Hintergrund haben.
In der Hit-Liste der biblischen Lieblingsgeschichten rangiert Moses auf Platz eins vor Noah und Adam und Eva. Das jedenfalls ergibt eine groß angelegte Fragebogenaktion unter
Viertklässlern beider Konfessionen.
Ziel der Umfrage, die neben der Beantwortung von Wissensfragen auch zu kreativen Nacherzählungen einlud, war es, herauszufinden, woher Kinder ihr Bibelwissen haben, wie sie es bewerten und verarbeiten und worauf es ihnen beim Weitererzählen ankommt.
In ihrer Auswertung lassen die Autoren Jungen und Mädchen
selbst zu Wort kommen und formulieren Konsequenzen für eine Bibeldidaktik, die Kinder nicht (nur) unterhält, sondern für ihr gegenwärtiges und zukünftiges Leben bedeutsam wird.