Extreme faszinieren uns und die Polargebiete dieser Erde sind extrem. Extrem kalt, extrem einsam, extrem dunkel, aber in den Sommermonaten auch extrem hell.
Genau an den Polen dauern ein Tag und eine Nacht nicht weniger als ein halbes Jahr. In diesen Eiswüsten erfriert jeder Mensch ohne warme Kleidung innerhalb weniger Stunden.
Trotzdem ziehen die weißen Enden der Welt uns magisch an.
Die nördliche Polkappe wurde schon lange vor unserer Zeit von Menschen besiedelt. Die Nahrungsfülle im kalten, sauerstoffreichen
Meer war verlockend. Inuit und Inupiat, Samen,
Dolganen, Nenzen und Tschuktschen trotzen der Kälte seit Jahrtausenden.
Menschlicher Gruppensinn und Erfindergeist, genaue Beobachtungsgabe und unbedingter Überlebenswille machten die Anpassung möglich. Ausflüge zu Fuß oder per Motorschlitten ins ewige Eis sind ein Abenteuer.
Die Antarktis, der abgeschiedene sechste
Kontinent, gehört darum bis heute nur den Tieren und einer Hand voll Forscher. Die Ausbeutung der Rohstoffvorkommen
an beiden Polen würde die dortigen Landschaften nachhaltig
verändern. Diese hopsa-Ausgabe zeigt die Arktis und die Antarktis, wie sie jetzt noch sind, unberührt und extrem schön.