Entdecker suchen das Neue und Unbekannte. Dieses Neue kann ein Naturgesetz sein oder ein unbekanntes Land.
Entdecker erfinden nichts, sie spüren auf. Sie nehmen unendliche Mühen auf sich, um etwas zu sehen oder zu erkennen, was im Verborgenen existiert. Und sie zeigen dann das Neue ihrem Dorf, ihrer Stadt, ihrem Land oder der ganzen Welt, also denen, die sie kennen und die wie sie das Neue bisher nicht kannten. Mit anderen Worten: Entdeckungen
sind immer relativ.
In den vergangenen Jahrhunderten war es im westlichen Kulturkreis von höchster Wichtigkeit, wer als Erster irgendwo hinkam. Wer findet den Seeweg nach Indien? Wer spürt die Terra Australis Incognita auf? Wer steckt seine Landesflagge als Erster in den Südpolschnee? Die Namen von Vasco da Gama, James Cook und Roald Amundsen haben einen festen Platz in unseren Köpfen.
Aber auch der unglückselige Rivale Amundsens, Robert Scott, wurde durch seinen tragischen Tod weltberühmt. Weiter als er kann man nicht gehen, wenn man Sieger sein will.
Heutige Entdeckungsreisen haben meist einen wissenschaftlichen Hintergrund. Forscher aus aller Welt arbeiten an gemeinsamen Projekten. Im globalen Dorf geht es nicht mehr so sehr um den Sieg Einzelner, sondern um Informationen und Erkenntnisse.
Wahrscheinlich war das schon immer die wirklich wichtige Konsequenz aller Entdeckungen. Sie beeinflussten das Bewusstsein und den Aktionsradius vieler Menschen. Kolumbus wusste bis zu seinem Tod nicht, dass er einen neuen Kontinent (wieder)entdeckt hatte. Trotzdem veränderten
seine Fahrten nach Amerika die Welt.
Diese hopsa-Ausgabe widmet sich den wichtigsten Entdeckerreisen der Geschichte und der Gegenwart. Wir wünschen Ihnen und Ihren Kindern viel Spaß bei unserer Zeitreise um den Globus.